Pflegebedürftigkeit, was nun?

Setzen Sie sich mit dem zuständigen Versicherungsträger in Verbindung. Das ist jene Stelle, die Ihnen auch die Pension bzw. Rente ausbezahlt, in den meisten Fällen die Pensionsversicherungsanstalt (PVA).

Wenn Sie einen Antrag bei Ihrem Versicherungsträger gestellt haben, beauftragt dieser den Sachverständigen (einen Arzt oder diplomierte Pflegefachkraft) mit der Begutachtung zur Feststellung Ihrer Pflegebedürftigkeit.

Führen Sie ein Pflegetagebuch darüber, bei welchen Verrichtungen geholfen werden muss (zum Beispiel Waschen, Anziehen, Essen) und wie viel Zeit die Hilfe in Anspruch nimmt. Diese Angaben sind wichtig für die Begutachtung durch den Sachverständigen.

Bitten Sie Ihre Vertrauensperson (z.B. Pflegeperson) bei der Begutachtung anwesend zu sein.

Versuchen Sie einzuschätzen, ob die Pflege längerfristig durch Ihre Angehörigen durchgeführt werden kann und ob Sie ergänzend oder ausschließlich auf die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes zurückgreifen müssen.

Ist Ihre Pflege zu Hause nicht möglich, so können Sie sich über geeignete stationäre Pflegeeinrichtungen informieren und gerne an uns wenden.

Die Kosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim sind grundsätzlich selbst zu bezahlen. Mindestens 20% Ihrer Pension sowie der 13. und 14. Monatsbezug bleiben dabei jedoch unangetastet. Wenn die Kosten für den Aufenthalt in einer stationären Einrichtung höher sind als Ihre Einkünfte, springt die öffentliche Hand in Form einer Zuzahlung aus der Sozialhilfe ein. Um eine Zuzahlung aus der Sozialhilfe erhalten zu können, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Diese Anträge auf (Rest)-Kostenübernahme liegen bei allen Gemeindeämtern aus und müssen bei der Wohnsitzgemeinde eingereicht werden.

"Wenn wir alles an uns lassen, wie es eben ist, altern wir am schönsten!" Erika Pluhar